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Volker
Leinich
Klima und Energieprognose
Der Einfluss mikroklimatischer Randbedingungen auf die Prognose der Energieperformance in der Architektur
In dieser Studie wird ein Überblick über den Einfluss der klimatischen Randbedingungen in der thermischen Gebäudesimulation verschafft. Anhand von Modellen verschiedener Gebäudetypologie werden die Abweichungen unterschiedlicher Klimamodelle und Methoden zur Prognose des Energiebedarfs zueinander aufgezeigt und erklärt. Das Ziel ist es die Auswirkungen der Wahl des Klimamodells zu veranschaulichen und deren Tauglichkeit aufgrund standardisierter Referenzzeiträume (Vergangenheit) für die Planung von Gebäuden im Hinblick auf deren Lebenszyklus (Zukunft) kritisch zu hinterfragen.
Der Vergleich der Klimadaten von 1996 bis 2006 des Standortes Hohe Warte hat signifikante Schwankungsbreiten des Energiebedarfes ergeben. Diese betragen für den Heizwärmebedarf max. 61% und für den Kühlbedarf max. 566%. Im räumlichen Vergleich zeigen sich Schwankungen des Energiebedarfes zwischen zentralen und peripheren Standorten. Beim Heizwärmebedarf liegen diese in der Höhe von max. 24% und beim Kühlbedarf bei max. 68%. Der Vergleich standardisierter Daten hat für den Referenzzeitraum 1961-1990 einen höheren Heizwärmebedarf und einen geringeren Kühlbedarf gegenüber den Daten des Zeitraumes 1996-2005 ergeben. Die Ergebnisse letzterer Daten liegen im Vergleich zu den Mittelwerten der Messstationen beim Heizwärmebedarf nur leicht darüber und beim Kühlbedarf nur leicht darunter.
Damit führen die aktuellen standardisierten Daten im Gegensatz zu älteren bei der dynamischen Gebäudesimulation zu einem vergleichbaren Ergebnis.
Beim Vergleich nach Methode ergeben sich für das standardisierte Verfahren (ON) überhöhte Ergebnisse des Heizwärmebedarfes gegenüber der dynamischen Simulation. Diese kommen aufgrund der vereinfachten Berechnung zustande. Gewisse Ungenauigkeiten in der Berechnung ließen sich durch die Eingabe zusätzlicher Parameter wie des Nettovolumens und der Nettogeschoßfläche vermeiden.
Bei der Untersuchung des Zusammenhanges des Heizwärmebedarfes und der Heizgradtage hat sich ein hohes Maß an Bestimmtheit ergeben. Die Abweichungen des Heizwärmebedarfes von den Regressionstrends sind relativ gering. Somit liefert die Prognose aufgrund der Heizgradtage unter Berücksichtigung der Abweichungen ein aussagekräftiges Ergebnis.
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