-
 
-
Angelika
Welkovits
Museum St. Margarethen
Museum St. Margarethen - Ausstellungsräume für Gegenwartskunst
Thema der Diplomarbeit ist der Entwurf eines Museum für Gegenwartskunst im Burgenland. Durch die Kombination von musealen und außermusealen Funktionen soll ein Ort der Kommunikation, der Begegnung und auch des kulturellen Austauschs entstehen. Das Grundstück liegt am Rusterberg zwischen dem Steinbruch St. Margarethen und dem Neusiedler See. Ein 4 Meter hoher Geländesprung bringt zwei unterschiedliche Niveaus mit sich. Die Lage des fast quadratischen Baukörpers mit Atriumhof orientiert sich an der Blickbeziehung zum See. Die geplanten Funktionsbereiche wurden in drei Ebenen gegliedert.
EG und 1.OG sind geprägt von Transparenz während das Ausstellungsgeschoß wie ein Monolith darüber zu schweben scheint.
Durch die Synergieeffekte verschiedener Themen wie Ausstellungswesen, Skulpturenpark, Kunstdepot, Bibliothek, Mediathek, Shop, Veranstaltung und Gastronomie soll ein kultureller Ort entstehen, der durch die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten den Erwartungen an einen modernen Museumsbau entspricht.
Der Entwurf nimmt Bezug auf die natürlichen Gegebenheiten des Grundstücks. Der Baukörper ist geprägt von klaren Linien und einer eindeutigen Struktur. Vier tragende Erschließungskerne verbinden die Geschoße und gewährleisten eine optimale Zulieferung. In den Kernen befinden sich Fluchtstiegenhäuser, Sanitäranlagen und Aufzüge. Wenige massive Wandscheiben ermöglichen eine große Transparenz und tragen das Ausstellungsgeschoß. Die von zwei Wandscheiben begrenzte Treppenrampe ist das Verbindungselement zwischen Eingangsbereich, Bibliothek und Ausstellungsgeschoß. Über EG und 1.OG scheint das Ausstellungsgeschoß wie ein Monolith zu schweben. Dieser Eindruck wird durch die unter-
schiedliche Materialität (unten Sandsteinverkleidung; oben weiß lackierter Beton) und eine Gebäudetrennfuge verstärkt.
Die 1600 m² große Ausstellungsfläche wird durch eine Sheddachkonstruktion mit Oberlicht versorgt, sodass der gesamte Raum in ein gleichmäßiges Licht getaucht wird. Die Großzügigkeit der vorhandenen Flächen ermöglicht eine flexible Bespielung. Die beiden großen Fensteröffnungen bilden eine Art (Bilder-) Rahmen für die Landschaft, jedoch soll durch die Geschlossenheit des Körpers die Konzentration auf die Kunst gelenkt werden.
Das Atrium fungiert als öffentlicher Platz. Es bildet einen windgeschützten Freibereich und bietet mit den Sitzstufen die Möglichkeit für Freiluftveranstaltungen. Das gesamte Grundstück ist als Erweiterung des Skulpturenparks beim Römersteinbruch zu sehen und frei zugänglich.
-
-