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Christoph
Kronawetter
BIOGASANLAGE / aus Holz
BIOGASANLAGE / in Holzbaubauweise
Im Laufe der letzten Jahre hat das Interesse an erneuerbaren Energien und somit auch die Nutzung von nachwachsender Biomasse, und in folge Biogas, zur Energiegewinnung stark zugenommen.

Dies begründet sich einerseits mit dem Wunsch die drohende Klimaveränderung abzuschwächen, andererseits ist diese Entwicklung natürlich auch mit wirtschaftlichen und politischen Interessen zu begründen. So vermindert die Nutzung heimischer Biomasse die Abhängigkeit von Energieimporten aus dem teils unsicheren Ausland.

Auf diese Entwicklungen lässt sich auch die wachsende Zahl von Biogasanlagen, die bereits gebaut wurden oder sich noch im Planungsstadium befinden, zurückführen.
Diese unter den Leitworten „Energie aus der Region“ stehende Arbeit soll eine Möglichkeit aufzeigen nicht nur die Rohstoffe zur Biogasgewinnung aus der Region zu beziehen sondern auch den Baustoff der für eine Errichtung einer Biogasanlage notwendig ist. Dieser Baustoff ist in den ländlichen Regionen Österreichs vorwiegend der nachwachsende Baustoff Holz.

Das Ziel des in dieser Arbeit behandelten Entwurfs ist es nun diesen Werkstoff auch für Komponenten einer Biogasanlage einzusetzen wo diese im Regelfall nicht, beziehungsweise kaum eingesetzt werden.
Weiters sollen die entstehenden Holzkonstruktionen in einem möglichst hohen Maß von ansässigen Sägewerken und Zimmermannsbetrieben ohne einen hohen Grad an technischer Ausstattung hergestellt und errichtet werden können. Als Ausgangspunkt des Entwurfs diente die Analyse der drei Hauptkomponenten einer Biogasanlage: Fermenter (Gärbehälter), Gasspeicher, Halle. Diese Komponenten wurden auf mögliche Verbesserungen der üblichen Konstruktionsweise und auf die Möglichkeit diese aus dem, für Biogasanlagen eher unüblichen Baustoff Holz, zu errichten untersucht. Im Anschluss wurden die, nach der Analyse entstanden, Komponenten zu einen Beispiel-Biogasanlage zusammengefügt.

Als Standort des Projektes dient die kleine Weinviertler Marktgemeinde Ravelsbach. Die Gemeinde ist nach wie vor landwirtschaftlich geprägt und verfügt mit ihren Nachbargemeinden Maissau und Ziersdorf, ausreichend Anbauflache in vertretbarer Entfernung. Weiters bieten die drei Gemeinden auch eine große Menge an biogenen Abfällen in nächster Nähe, welche ebenfalls zu Biogas vergoren werden können.
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