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Susanne
Dutzler
FH Campus Wels
FH Campus Wels
Der Neubau des FH Campus Wels durch Andreas Treusch erfolgte im Jahr 2005 nach gewonnenem Wettbewerb. Im voll ausgebauten Zustand wird der Campus ab 2011 ca. 2.000 Studenten fassen. Die städtebauliche Situation rund um den Bau und der Mangel an Wohnungen für Studenten brachten mich auf die Idee in dieser Diplomarbeit nach einer Lösung zu suchen. In unmittelbarer Umgebung befindet sich der Bauplatz an der Roseggerstraße. Hier werden sechs Gebäude errichtet, die anhand des Campusgedankens nicht nur Studenten sondern auch Lehrpersonal beherbergen sollen. Die Gebäude sind im Untergeschoss miteinander verbunden und haben öffentliche Funktionen. Die Belichtung und Erschliessung wird durch Innenhöfe gewährleistet. Die Erdgeschosse sind mit Funktionen wie Gastronomie, Geschäften und Büros besetzt. Durch die Öffnung des Areals wird neue Durchlässigkeit und Vernetzung mit der Stadt erzielt.
Städtebaulich liegt der Bauplatz nahe an dem mittelalterlichen Stadtkern der Innenstadt, im Übergangsbereich zum grünen verkehrsarmen ehemaligen Villenviertel. Momentan ist das Grundstück mit verfallenden eingeschossigen Gebäuden bebaut. Eine Zufahrt zum Innenhof, der auch die FH mit erschließt befindet sich in direkter Achse zum Kirchturm. Wendet man den Blick um 180° über die Roseggerstraße, so findet man einen kaum ausgelasteten Parkplatz auf einem kleinen Platz hinter einer Kirche. Die Möglichkeit der Passage zum Kaiser-Josef-Platz, dem Hauptverkehrsknotenpunkt für öffentlichen Verkehr, wird kaum genutzt.
Die Verbindung der Gebäudewürfel erfolgt im Untergeschoss. Hier gibt es unterschiedliche Funktionen, die nach Bedarf zusammengeschaltet werden können. Ein Fitnesscenter mit angrenzendem Sauna und Spabereich liegt neben einem Schwimmbad. Der Ruhezone sind räumlich zwei Innenhöfe zugeordnet. Über einen weiteren Innenhof gelangt man zur dritten Hauptfunktion im Untergeschoss. Der Club soll nicht nur für Studenten, sondern auch für alle Welser interessante Gastronomie bieten. Die Anlieferung und Technik erfolgt ebenfalls über das Untergeschoss - im Speziellen über die vorhandenen Tiefgarage des FH Campus Wels.
Die Erdgeschosszonen werden mit Funktionen wie Büro, Handel und Gastronomie besetzt und erschliessen die Wohngeschosse. Auf drei Ebenen
schaffen zwei Wohnkonzepte ein breites Angebot für unterschiedliche Nutzer vom Erstsemestrigen bis zum Universitätsprofessor. Je die Hälfte eines Stockwerkes eines Gebäudewürfels mit 15,5m Seitenlänge wird einerseits durch eine Studentenwohngemeinschaft und andererseits durch Wohnungen genutzt. Ein Versorgungskern bedient beide unterschiedlichen Wohnkonzepte und bietet zusätzlich einem Aufzug Platz. Die Erschließung der Gebäude erfolgt über Geschoßtreppen und reicht vom Erdgeschoss bis auf die Dachterrassen, die für alle zugänglich sind.
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